Bundesimmissionsschutzverordnung
Laut Bundesimmissionsschutzverordnung darf ab 1.11.2004 der Abgasverlust von Öl- und Gasheizungen bis 25 kW Leistung nur noch 11 Prozent und bei Anlagen bis 50 kW Leistung nur noch 10% betragen.
Nach der Energieeinsparverordnung müssen bis Dezember 2006 alle Heizkessel ausgetauscht werden, die vor Oktober 1978 eingebaut wurden - soweit sie nicht in selbstgenutzten Ein- oder Zweifamilienhäusern stehen (Erst bei einem Eigentümerwechsel sind die EnEV-Anforderungen innerhalb von 2 Jahren zu erfüllen.)
- Fördermittelberatung
- Betriebssicherheit durch garantierten Service binnen 24 Stunden, Garantieleistung bis zu 5 Jahren und Ersatzteilgarantien von 10 Jahren nach Auslaufen der jeweiligen Produktserien.
- Regelmäßige Wartung durch geschulte Mitarbeiter zum Festpreis.
Niedertemperatur-Heizkessel
Ein Niedertemperatur(NT)-Heizkessel zeichnet sich dadurch aus, daß er automatisch seine Wärmeerzeugung den Erfordernissen anpaßt. Diese werden durch die Vorgaben des Hausbesitzers und durch die Außentemperaturen beeinflußt. Je nachdem, wie niedrig die Außentemperatur ist, werden zur Erwärmung des Gebäudes unterschiedlich hohe Vorlauftemperaturen benötigt.
Niedertemperaturkessel sind so ausgestattet, daß die Temperatur Ihres Wärmeträgers höchstens auf 55°C eingestellt ist, oder in Abhängigkeit von der Außentemperatur und der Zeit durch selbsttätig wirkende Einrichtungen zwischen 75°C und 40°C (oder tiefer) gleitet.
NT-Kessel sind eigens für den Betrieb mit niedrigen Heizwassertemperaturen konstruierte Spezialheizkessel für einen bestimmten Brennstoff und werden bei gasförmigen Brennstoffen mit Brennern mit und ohne Gebläse angeboten, bei Heizöl in der Regel mit Gebläsebrenner. Es hängt von der Kesselkonstruktion ab, ob die Kesselwassertemperatur nach unten begrenzt werden muß (z.B. auf ca. 40°C) oder nicht. Im letzteren Fall spricht man auch von Tieftemperaturkesseln.
Ist die Vorlauftemperatur geregelt, übernimmt die Überwachung dieses Vorgangs die automatische Regelanlage des Heizkessels. Durch die gleitende Betriebsweise werden der Heizkessel und das Heiznetz die meiste Zeit des Jahres mit wesentlich niedrigeren Heizwassertemperaturen betrieben als dies bei älteren Heizkesseln der Fall ist.
Brennwerttechnik
Ein Brennwertkessel ist ein Heizkessel für Warmwasserheizungen, der den Energieinhalt des eingesetzten Brennstoffes nahezu vollständig nutzt. Der Unterschied zu konventionellen Kesseln besteht darin, dass Brennwertkessel auch die Kondensationswärme des Abgases weitgehend nutzen. So erreichen Brennwertkessel heizwertbezogene Wirkungs-/ Nutzungsgrade von über 100 %. Physikalisch sinnvoller ist jedoch der Bezug auf den Brennwert, ein idealer Brennwertkessel ohne Verluste erreicht einen brennwertbezogenen Wirkungs-/ Nutzungsgrade von genau 100 %.
Funktionsweise
Bei der Verbrennung der (kohlen-)wasserstoffhaltigen Brennstoffe entsteht wasserdampfhaltiges Abgas. In Brennwertkesseln kühlt man das Abgas soweit ab, dass die Wasserdampfanteile des Abgases kondensieren. Durch die Nutzung der Kondensationswärme tritt eine deutliche Verbesserung des verbrennungstechnischen Wirkungsgrades ein.
Die Brennwertnutzung wird häufig dadurch erreicht, dass die Eintrittstemperatur des Heizungswassers in den Heizkessel ("Rücklauftemperatur") so weit abgesenkt wird, dass der Taupunkt des Abgases an den Wärmeübertragerflächen unterschritten wird. Dies kann je nach Konstruktion im Kessel selbst oder auch in einem separaten Wärmeübertrager geschehen. Ein weiteres Prinzip der Brennwertnutzung ist die Verbrennungsluftvorwärmung. In diesem Fall tritt die Kondensation in einem nachgeschalteten Kunststoff-Wärmetauscher (Voll-Brennwerttechnik) und/oder im Luft-Abgas-System auf und sorgt für eine Vorwärmung der Verbrennungsluft.
Historie
Das in Brennwertkesseln anfallende Kondensat greift auf Grund seines niedrigen pH-Werts unedle Werkstoffe an. Frühere Kesselmaterialen waren nicht korrosionsfest genug, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Durch die verwendete Kesselkonstruktion und durch hohe Betriebstemperaturen (> 70 °C) wurde eine Kondensation im Kessel bewusst verhindert. Die heute in Brennwertkesseln verwendeten Werkstoffe sind ausreichend gegen Korrosion durch saures Kondensat geschützt und ermöglichen so eine nahezu vollständige Nutzung der im Brennstoff enthaltenen Energie.
Abgasanlage
Brennwertgeräte benötigen eine feuchteunempfindliche Abgasanlage. Dies kann relativ einfach und kostengünstig durch den Einbau eines Kunststoff- oder Edelstahlrohres in den vorhandenen Schornstein realisiert werden. Ferner sind wegen der niedrigen Abgastemperaturen und dem damit verbundenen geringen Auftrieb des Abgases bei atmosphärischen Brennern Abgasventilatoren nötig, um einen sicheren Abzug des Abgases zu gewährleisten.
Notwendige Änderungen/Voraussetzungen an der Heizungsanlage
Prinzipiell können Brennwertgeräte in jeder Heizungsanlage eingesetzt werden. Niedrige Rücklauftemperaturen erhöhen jedoch die Effektivität eines Brennwertkessels. Eine Kombination mit entsprechend groß dimensionierten Heizflächen, z. B. Fußbodenheizungen ist daher sinnvoll, jedoch nicht zwingend notwendig. In der Regel sind die vorhandenen Heizkörper auch durch bereits erfolgte Modernisierungsmaßnahmen am Gebäude (z. B. Fensteraustausch) groß genug dimensioniert, um ausreichend geringe Rücklauftemperaturen aufzuweisen. Die Wärmeleistung, die ein Heizkörper an den Raum abgeben muss, sinkt zudem drastisch bei ansteigenden Außentemperaturen. Je weniger Heizwärme vom Heizkörper abgegeben werden muss, desto niedriger ist die Rücklauftemperatur des Heizkörpers. Im Verlauf der Heizperiode ist die Rücklauftemperatur so in der überwiegenden Zeit niedrig genug um eine Kondensation und damit eine Nutzung des Brennwerteffekt zu ermöglichen. Bei der Voll-Brennwerttechnik kann auch noch bei Rücklauftemperaturen oberhalb des Taupunktes des jeweiligen Brennstoffs (bei Gas etwa 57°C, bei Öl etwa 47°C) Kondensationswärme genutzt werden, da hier die Brennerzuluft für die Wärmerückgewinnung genutzt wird.
So genannte Überströmventile, die oft direkt nach der Umwälzpumpe zwischen Vor- und Rücklauf eingebaut sind, öffnen im Teillastbetrieb zum Druckabbau um die Pumpe zu entlasten, und heben dabei die Rücklauftemperatur an. Letzteres gilt auch für 4-Wege-Mischer. Sowohl Überströmventile als auch 4-Wege-Mischer sollten bei Einsatz von Brennwertkesseln stillgelegt oder ausgebaut werden, damit die Rücklauftemperatur am Kessel so niedrig wie möglich ist.
Einleitung von Kondensat aus Brennwertkesseln
Das anfallende Kondensat kann laut Empfehlung des im August 2003 novellierten Arbeitsblatts ATV-DVKW-A 251 bei mit schwefelarmem Heizöl und bei mit Erdgas betriebenen Brennwertgeräten bis 200 kW Feuerungsleistung in der Regel ohne Neutralisation zusammen mit dem häuslichen Abwasser in die Kanalisation eingeleitet werden. Das Kondensat aus Brennwertkesseln gilt laut Definition des Arbeitsblattes ATV-DVWK-A 251 als ein Teil des häuslichen Abwassers. Lediglich das Kondensat von mit Standard-Heizöl betriebenen Brennwertkesseln muss laut der Empfehlung der ATV vor der Einleitung neutralisiert werden. Das Kondensat aus Nasskaminen muss nicht neutralisiert werden. Das Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 251 stellt eine Empfehlung dar, nach der sich viele Abwassernetzbetreiber richten. Im Zweifelsfall gilt die Regelung des lokalen Abwassernetzbetreibers bzw. der unteren Wasserbehörde.
Der Wirkungsgrad des Brennwertkessels
Der Wirkungsgrad eines Gerätes sagt aus, wieviel der eingesetzten Energie, beim Kessel Wärme, genutzt wird. Die eingesetzte Wärme Qzu soll in einem Kessel möglichst vollständig als Nutzwärme an das Heizungswasser abgegeben werden. Da mit der neuen Brennstofftechnik mehr Wärme aus dem Brennstoff gewonnen werden kann, mußte der Brennstoff hinsichtlich seines Heizwertes neu bewertet werden.
Die im Kessel zugeführte Wärme ist:
Qzu= Vi * Hi = Vs * Hs
Vi = Erdgasmenge in m³ bei Heizwerttechnik
Vs = Erdgasmenge in m³ bei Brennwerttechnik
Bisher errechnete sich die benötigte Menge Erdgas zu Vi=Qzu/Hi. Für einen Brennwertkessel ist die Menge Erdgas geringer, weil Hs größer ist, nämlich Vs=Qzu/Hs. Somit benötigt der Brennwertkesssel zu Bereitstellung der Wärmemenge Qzu weniger Erdgas. Der Wirkungsgrad errechnet sich zu η = Qh/Qzu. Qh ist die Wärmemenge, die als Heizwasser oder Warmwasser benötigt wird. Qzu muss nun aber für den Brennwertkessel mit dem geringen Volumen Vs und dem geringen Heizwert Hi gebildet werden, was aus Vergleichbarkeitsgründen in der Europäischen Gemeinschaft geschieht. Somit kommt ein Wirkungsgrad von über 100% heraus. Würde man Qzu mit Vs*Hs rechnen, ergäben sich Wikungsgrade unter 100%, die wie immer aussagen, um wieviel der Brennstoff - jetzt beim Brennwertkessel allerdings der Brennwert - ausgenutzt wird. Ein Brennwertkessel mit einem Wirkungsgrad von 104% sagt aus, dass etwa 4% mehr als der Heizwert genutzt werden; diese 4% ergeben sich aus der Teilkondensation des Wasserdampfes im Abgas.
Tipps
Über die Kondensatmenge kann kontrolliert werden, wie gut der Brennwertkessel die Energie des eingesetzten Brennstoff nutzt. Bei Öl-Brennwertkesseln fallen im Idealfall ca. 0,8 Liter Kondensat pro verbrannten Liter Heizöl an, bei Gas-Brennwertkesseln ca. 1,5 Liter pro m³ Erdgas.
Dies ist ein wesentlicher Grund für den höheren Wirkungsgrad moderner NT-Heizkessel. Darüber hinaus verfügen sie auch über eine erheblich verbesserte Wärmedämmung und ermöglichen raumluftunabhängige Betriebsweise, so daß die Verluste durch Auskühlung minimiert werden.
Der Platzbedarf moderner Heizkessel ist deutlich reduziert worden, zudem wurde das Design attraktiver gestaltet, so daß NT-Heizkessel heute als Schrankeinbauten oder in einer Nische des Hobbyraumes im Keller installiert werden können.
(Quelle: wikipedia)
Thermische Solaranlage
Als thermische Solaranlage werden Solaranlagen bezeichnet, die Wärme aus der Sonneneinstrahlung nutzbar machen (Solarthermie). Die Wärme wird in der Gebäudetechnik nutzbar gemacht oder in thermischen Solarkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt. Die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Strom wird dagegen als Photovoltaik, die entsprechenden Anlagen als Fotovoltaikanlagen bezeichnet.
Einsatzgebiete
Überwiegend werden thermische Solaranlagen in der Haustechnik genutzt. Die gewonnene Wärme wird hierbei hauptsächlich zur Brauchwasser-Erwärmung und für Heizzwecke eingesetzt.
Bestandteile einer thermischen Solaranlage
Als wichtigster Bestandteil einer Solaranlage wird meist der Kollektor angesehen, der die Sonnenwärme aufnimmt und absorbiert; er ist damit ein konstitutierendes Element: ohne Kollektor kann es keine thermische Solaranlage geben.
Für die Leistung der Solaranlage aber ebenso wichtig sind:
der Solarwärmespeicher, der Wärme aufnimmt und speichert, die nicht sofort verbraucht werden kann; der Solarkreislauf, über den die Wärme vom Kollektor in den Speicher verbracht wird; die zum Solarkreislauf gehörende Pumpstation (Solarstation, entfällt bei Schwerkraftanlagen) und der Solarregler, der die Solaranlage steuert.
Kollektoren
Der Sonnenkollektor ist der Teil der Solaranlage, der das Licht und die Wärme der Sonne aufnimmt. Für seine Leistung ist entscheidend, dass er einen großen Teil des Sonnenlichts in Wärme aufnimmt (Absorption), gleichzeitig nur wenig davon wieder als Wärmestrahlung abgibt (Emission). Stattdessen soll die absorbierte Wärme möglichst verlustfrei auf die so genannte Solarflüssigkeit im Solarkreislauf übertragen werden.
Die wichtigste bautechnische Unterscheidung bei Kollektoren ist die zwischen:
- Flachkollektoren, die mit herkömmlichen Isolationsmaterialien gegen die Wärmeverluste geschützt werden. Sie sind wegbereitend für die effiziente Solarnutzung gewesen. Sie haben erfahrungsgemäß eine sehr lange Lebensdauer; einige Hersteller geben eine Funktionsgarantie über 20 Jahre.
- Vakuumröhrenkollektoren; diese arbeiten nach dem Thermoskannenprinzip: Ein in einer Glasröhre "gefangenes" Vakuum sorgt für optimale Isolierung. Sie sind vor allem bei hohen Temperaturdifferenzen zwischen Außenluft und Absorber leistungsfähiger als andere Bautypen. Sie werden daher auch im industriellen Bereich eingesetzt, wo Prozesswärme mit konstant über 80° Celsius benötigt wird.
Da Flachkollektoren deutlich preisgünstiger und damit in der Regel wirtschaftlicher sind, wird in der Haustechnik überwiegend dieser Bautyp eingesetzt. Vakuumkollektoren haben dagegen einen deutlich höheren Ertrag pro Quadratmeter Absorberfläche; sie werden häufig empfohlen, wenn nur wenig zur Aufstellung von Kollektoren geeignete Fläche vorhanden ist. Allerdings schmilzt der Unterschied bei der Umrechnung auf die Bruttofläche des gesamten Kollektors statt der reinen Absorberfläche stark zusammen, da bei Flachkollektoren der Absorber einen deutlich größeren Anteil der insgesamt zur Aufstellung benötigten Fläche einnimmt.
Theoretisch sollten Vakuumröhrenkollektoren vor allem im Winter größere Erträge liefern, wenn bei starken Minustemperaturen die bessere Isolierung zum Tragen kommt. In der Praxis sind die Kollektoren dann aber häufig schnee- und eisbedeckt, und gerade durch die bessere Isolierung tauen Schnee und Eis von Vakuumröhrenkollektoren langsamer ab, wodurch die effektive Nutzdauer sinkt.
Eine Mischform sind so genannte Vakuumflachkollektoren. Diese stellen einen Versuch dar, die besseren Isoliereigenschaften des Vakuum auch in Flachkollektoren zu nutzen. Bauartbedingt neigen diese aber zu Undichtigkeiten, so dass das Vakuum durch eindringende Luft verdrängt wird und regelmäßig mit Hilfe einer Vakuumpumpe wieder hergestellt werden muss.
Hinweis: Zur Unterscheidung von Sonnenkollektoren werden die Licht aufnehmenden und in Strom umwandelnden Elemente einer Fotovoltaikanlage als Solarzellen oder Solarmodule (auch: PV-Module) bezeichnet; ein Solarmodul enthält in der Regel mehrere Solarzellen.
Solarspeicher
Um die eingefangene Wärme unabhängig von der aktuellen Sonneneinstrahlung nutzen zu können, muss sie gespeichert werden. Als Speichermedium dient dabei meist Wasser; man spricht dann auch vom Solartank. Obwohl Wasser ein hervorragendes Wärmeträgermedium darstellt, ist aber bei solchen Solartanks eine aufwändige Isolierung erforderlich, um Wärmeverluste zu verringern.
Damit eignet sich Wasser nur eingeschränkt für die längerfristige Wärmespeicherung, etwa vom Sommer in den Winter. Seit einiger Zeit wird daher an der thermochemischen Wärmespeicherung geforscht, die den Wärmeumsatz umkehrbarer chemischer Reaktionen nutzt: Durch Wärmezufuhr wechselt das verwendete Wärmeträgermedium seine chemische Zusammensetzung; bei der von außen angestoßenen Rückumwandlung wird der größte Teil der zugeführten Wärme wieder frei gesetzt. Solche Speicher sind jedoch noch vergleichsweise teuer; zudem sind die Reaktionen bei vielen Systemen relativ träge, so dass thermochemische Speicher die Wärmespeicherung im Solartank nur ergänzen, nicht aber ersetzen können.
Von herkömmlichen Brauchwassertanks unterscheiden sich Solartanks vor allem durch:
- sehr starke Isolierung; üblich sind 10 cm und mehr aus einem stark isolierenden Material wie z.B. PU- oder PP-Schaum, zum Teil zweischichtig, gegenüber oft nur 5 cm Mineralwolle bei herkömmlichen Warmwasser-Speichern in Zentralheizungsanlagen.
- eine hohe und schlanke Bauform des Wasserbehälters, die die Entwicklung unterschiedlicher Temperaturschichten erlaubt (oben heißes Wasser, unten kühles Wasser)
- einen tief angebrachten, großflächigen Wärmetauscher für die Übertragung der Wärme aus dem Solarkreis.
Häufig sind Solartanks bivalent ausgelegt, das heißt, sie besitzen zusätzlich zum Wärmetauscher des Solarkreises eine Einrichtung zum Nachheizen mittels einer anderen Energiequelle, z.B. einen zweiten Wärmetauscher im oberen Speicherbereich zum Anschluß an einen konventionellen oder Biomasse-Heizkessel. Dieses Nachheizen wird immer dann notwendig, wenn die Sonne nicht genügend Energie liefert, um den Warmwasserbedarf zu decken (zum Beispiel nach mehreren kalten Tagen mit dichter Wolkendecke). Alternativ kann dazu auch ein elektronisch geregelter Durchlauferhitzer verwendet werden. Die Warmwassererzeugung per Strom ist aber energetisch sehr ineffizient und wenig umweltfreundlich.
Neben reinen Brauchwassertanks zur Erwärmung des Trinkwassers gibt es auch so genannte Kombitanks oder Tank-im-Tank-Systeme, die gleichzeitig der Heizungsunterstützung dienen. Diese Tanks werden vom Wasser aus der Zentralheizungsanlage durchflossen, das im unteren Bereich solar aufgewärmt, im oberen Bereich bei Bedarf aus dem Heizkessel nachgeheizt wird. Im Inneren dieses Heizwasser-Pufferspeichers befindet sich ein zweiter, deutlich kleinerer Tank oder ein dickes Rohr, durch den bzw. das Trinkwasser fließt und - ähnlich einem Durchlauferhitzer - dabei vom Heizwasser erwärmt wird. Solche Speicher weisen ein wesentlich höheres Gesamt-Puffervolumen als reine Brauchwassertanks auf (mindestens doppeltes Volumen), der vorgehaltene Anteil an erwärmten Trinkwasser ist aber wesentlich geringer (etwa 80 bis 200 l). Solche Anlagen eignen sich daher auch für öffentliche Gebäude oder Pensionen, die einen hohen Warmwasserbedarf haben, aber aus Hygienegründen nicht auf Warmwassertanks mit mehr als 400 l zurückgreifen wollen.
Solarkreis, Solarflüssigkeit, Solarstation und Solarregler
Als Solarkreis bezeichnet man die Verrohrung, in der durch die umlaufende Solarflüssigkeit die Wärme vom Kollektor zum Wärmespeicher transportiert wird.
Bei den im nördlichen Europa eingesetzten Anlagen handelt sich in der Regel um geschlossene Kreisläufe: die Solarflüssigkeit verlässt den Kreislauf an keiner Stelle. Die im Mittelmeerraum verbreitet eingesetzten Thermosiphon-Anlagen dagegen haben häufig einen offenen Kreislauf: die Kollektoren werden direkt vom Brauchwasser durchflossen, das dann als Warmwasser aus dem Speicher abgezapft wird.
Die so genannte Solarflüssigkeit dient als Wärmeträgermedium; durch ihren Durchfluss durch den Solarkreis wird die Wärme vom Erzeuger zum Verbraucher bzw. Speicher transportiert. Sie besteht überwiegend aus Wasser, da dieses nahezu optimale Eigenschaften für diesen Zweck hat. Da aber in nördlichen Breiten im Winter die Gefahr besteht, dass der Solarkreis einfriert und durch die dabei auftretende Ausdehnung des Eises in den Rohren der Kollektor beschädigt wird, wird das Wasser mit speziellen Frostschutzmitteln, meist auf Glykol-Basis angereichert. Diese Frostschutzmittel müssen auch im Sommer noch chemisch stabil bleiben, wenn die Solarflüssigkeit im Extremfall in den Kollektoren in einen dampfförmigen Aggregatzustand übergeht (="Anlagenstillstand"). Je höher die Glykol-Konzentration in der Solarflüssigkeit, desto tiefere Temperaturen kann die Anlage ohne Schaden überstehen, desto schlechter aber auch die Wärmeträger-Eigenschaften der Solarflüssigkeit.
Eine Ausnahme bilden so genannte "Drain-Back"-Systeme, die eine vollständige Entleerung der Kollektoren bei extremen Temperaturen bzw. Anlagen-Stillstand vorsehen. Diese können mit reinem Wasser betrieben werden. Auch sie werden aber meist als geschlossene Kreisläufe betrieben, die die Wärme über Wärmetauscher an das Brauchwaser abgeben.
Solarstation und Solarregler dienen der Steuerung und Wartung des Solarkreises. Mit Ausnahme von schwerkraftgesteuerten Thermosiphon-Anlagen enthält die Solarstation jeweils eine Pumpe und diverse Sicherheitseinrichtungen, bei geschlossenen Systemen unter anderem ein so genanntes Membran-Ausdehngefäß (MAG), wie es auch in großen Heizungsanlagen zum Einsatz kommt. Dieses Gefäß nimmt den Druck auf, der bei einer Verdampfung der Solarflüssigkeit in den Kollektoren entsteht; es wird so konzipiert, dass es den gesamten Inhalt des Solarkreises aufnehmen kann. Bei Drain-Back-Systemen kommt stattdessen ein Auffanggefäß zum Einsatz.
Der Solarregler steuert im einfachsten Fall über eine Temperaturdifferenz-Regelung die Solarstation: Sobald die Temperatur im Kollektor um eine festgelegte Temperaturdifferenz über der Temperatur am Solarwärmetauscher (im unteren Bereich des Solarspeichers) liegt, wird die Solarpumpe gestartet und die Wärme in den Speicher transportiert; sobald die Temperaturdifferenz zwischen Kollektor und Speicher den Grenzwert unterschreitet, wird die Anlage gestoppt. Komplexere Steueranlagen können zum Beispiel mehrere Kollektoranlagen mit unterschiedlicher Einstrahlung oder mehrere Speicher bzw. mehrere Solarwärmetauscher verwalten.
Bautypen und Anlagentechnologie
Die Bautypen von Solaranlagen lassen sich nach verschiedenen Kriterien unterscheiden.
Im Bereich der Haustechnik lassen sich nach dem Einsatzzweck
- Anlagen zur reinen Warmwasser-Erzeugung und
- Anlagen zur Unterstützung der Raumheizung
unterscheiden (siehe dazu auch unten).
Nach dem verwendeten Kollektortyp unterscheidet man
- Anlagen mit Flachkollektoren gegenüber
- Anlagen mit Vakuumröhrenkollektoren
Ebenso ist eine Unterscheidung nach der Speichertechnik möglich; hier gibt es eine Vielzahl unterschiedlichster Entwicklungen. Diese konzentrieren sich meist auf die Optimierung der Temperaturschichtung im Speicher bzw. auf die Umsetzung von Entnahmestrategien, die eine Störung der Schichtung vermeiden. Ziel ist dabei eine gleichbleibend hohe Temperatur im oberen Speicherbereich, wo die Wärme entnommen wird, und eine im Vergleich zur Kollektortemperatur niedrige Temperatur im unteren Speicherbereich, wo die Wärme aus den Kollektoren zugeführt wird, so dass ein stetiger Betrieb der Anlage ermöglicht wird.
Nach der Anlagentechnologie als solcher lassen sich unterscheiden
- Schwerkraftanlagen (Thermosiphon-Anlagen)
- High-Flow-Systeme
- Low-Flow-Systeme
Schwerkraftanlagen arbeiten ganz ohne Pumpstation. Ihr Kreislauf wird allein durch die Erwärmung in den Kollektoren angetrieben: Das im Kollektor erhitzte Wasser steigt nach oben und sammelt sich im typischerweise oberhalb des Kollektors angebrachten Speicher. Beim Abkühlen sinkt es im Speicher nach unten und fließt durch das Rücklaufrohr wieder dem Kollektor zu.
Die Unterscheidung zwischen "High Flow" und "Low Flow" bezieht sich auf die Durchlaufmenge an der Solarstation je Zeiteinheit. "Low Flow" kann damit sowohl einen sehr langsamen Umlauf im Solarkreis als auch den schnellen Durchlauf bei einem insgesamt sehr geringen Volumen im Solarkreis bezeichnen.
Die meisten heute eingesetzten Anlagen sind "High Flow"-Systeme, die mit normalen Heizungspumpen (Kreiselpumpen) betrieben werden können. "Low Flow"-Systeme benötigen dagegen in der Regel spezielle Pumpen, da sie entweder
- Großanlagen mit sehr großen Kollektorflächen sind, bei denen besonders starke Pumpen benötigt werden und dennoch nur ein langsamer Umlauf erreicht wird, oder
- mit einem sehr geringen Volumen im Solarkreis arbeiten, das heißt eine Verrohrung mit einem sehr niedrigen Querschnitt einsetzen, was zu einem höheren Strömungswiderstand führt. Für solche Anlagen werden in der Regel sog. Verdrängerpumpen eingesetzt.
Der technologische Vorteil ausgereifter "Low Flow"-Systeme beruht darauf, dass in ihnen höhere Temperaturdifferenzen zwischen Kollektor und Speicher entstehen und auch im Betrieb bestehen bleiben. Dadurch können sie schon bei geringerer Sonneneinstrahlung Wärme produzieren und im Jahresmittel höhere Deckungsgrade erreichen. Bei entsprechender Konstruktion und Verwendung hochwertiger Materialien können zugleich Stillstandszeiten reduziert werden, da Verdrängerpumpen den Solarkreis auch dann schon in Betrieb nehmen können, wenn die Kollektoren noch so stark erhitzt sind, dass sich das "Fluid" bzw. die Solarflüssigkeit noch in dampfförmigem Zustand befindet.
Typische Anlagengrößen
Die meisten heute im Einsatz befindlichen Anlagen sind Anlagen zur Warmwassererzeugung im 1- bis 2-Familien-Haus. Ein wichtiger Faktor bei der Auslegung der Anlage ist der gewünschte jährliche Deckungsgrad. Dieser beschreibt den Anteil des jährlichen Warmwasserbedarfs, der durch Solarthermie gedeckt werden soll. Ziel bei der Konzeption der Solaranlage ist es, im Sommer eine Volldeckung zu erreichen, so dass die normale Heizungsanlage komplett abgeschaltet bleiben kann. Aufgrund der starken jahreszeitlichen Unterschiede müsste aber eine Anlage, die auch im Winter über 90% des Bedarfs decken kann, so groß ausgelegt werden, dass im Sommer gewaltige Wärme-Überschüsse entstünden, die nicht genutzt werden könnten. Da sich die Anlage abschaltet, sobald im Solarspeicher eine voreingestellte Zieltemperatur erreicht ist, würden solche Anlagen im Sommer häufig stillstehen. Wenn aber keine Wärme mehr abgeführt wird, erhitzen sich die Kollektoren so, dass die enthaltene Solarflüssigkeit in Dampf übergeht. Kommt es in dieser Situation nun zu einer Abkühlung des Speichers durch hohen Verbrauch, kann dies zur paradoxen Situation führen, dass im Sommer konventionell nachgeheizt werden muss, weil die Anlage erst nach nächtlicher Abkühlung der Kollektoren wieder in Betrieb genommen werden kann.
Eine typische Anlagengröße in Deutschland und Österreich ist auf einen 4-Personen-Haushalt konzipiert, hat einen 300-l-Solartank und eine Kollektorfläche zwischen 4 und 5 m². Die nächstgrößere Anlagengröße mit einem 400-l-Solartank und einer Kollektorfläche zwischen 6 und 8 m² kann bis zu 6 Personen mit normalem Wasserverbrauch mit einem jährlichen Deckungsgrad von etwa 70% versorgen.
In den Niederlanden werden die meisten Anlagen um etwa ein Drittel kleiner konzipiert; dort sind auch Anlagen mit 150- oder 200-l-Solartank zu finden, die dann aber meist nur einen Deckungsgrad von weniger als 60% im Jahresmittel erreichen.
In Österreich finden sich auch Anlagen mit größeren Trinkwassertanks. In Deutschland ist dies eher unüblich. Letzteres hängt auch damit zusammen, dass ab einer Speichergröße von 500 l die so genannte "Legionellen-Verordnung" des DVGW besondere Maßnahmen zur regelmäßigen Sterilisierung der Trinkwasseranlage vorschreibt. Diese Richtlinie gilt zwar nicht für Einfamilienhäuser, dennoch wird aus versicherungstechnischen Gründen oft vor dem Einbau größerer Speicher zurückgeschreckt.
Anlagen, die neben der Brauchwassererwärmung auch Raumheizungsunterstützung leisten sollen, benötigen Pufferspeicher mit wenigstens 700 l Inhalt; dabei handelt es sich jedoch nicht um Trinkwasser, sondern um Heizungswasser, das nur im geschlossenen Kreislauf der Heizungsanlage zirkuliert. Die entsprechende Kollektorfläche kann zwischen 9 und 12 m² angesetzt werden. Gute Leistungswerte erreichen Kombitank-Systeme mit ca. 1000 l Gesamtpuffer-Kapazität (davon bis zu etwa 200 l Trinkwasser in einem Innentank) und einer Kollektorfläche von 12 bis 15 m². Neben einer solaren Deckung des jährlichen Trinkwasserbedarfs von ca. 70% können solche Anlagen im Niedrigenergiehaus bis zu einem Viertel des jährlichen Heizenergiebedarfs erbringen.
(Quelle: wikipedia)
Wärmepumpe
Die Wärmepumpe ist eine Maschine, die Wärme von einem niedrigen Temperaturniveau unter Aufwand von Arbeit auf ein höheres Temperaturniveau transportiert.
Es gibt verschiedene physikalische Effekte, die in einer Wärmepumpe Verwendung finden können. Die wichtigsten sind:
- Die Verdampfungswärme bei Wechsel des Aggregatzustandes (flüssig/gasförmig),
- die Reaktionswärme bei Mischung zweier verschiedener Stoffe,
- die Temperaturabsenkung bei der Expansion eines (nicht idealen) Gases (Joule-Thomson-Effekt),
- der thermoselektrische Effekt,
- sowie der magnetokalorische Effekt.
Die Umkehrung dieses Prozesses findet in Wärmkraftmaschinen statt, bei der Wärme hoher Temperatur unter Gewinnung von Arbeit zu einem Wärmereservoir niedrigerer Temperatur transportiert wird.
Weiteste Verbreitung findet die Wärmepumpe innerhalb von Kühl- und Gefriergeräten. Wärmepumpen werden jedoch auch zur Gebäudeheizung, Warmwasserbereitung und bei den verschiedensten industriellen Verfahren eingesetzt. Innerhalb eines Kühlschrankes wird dem Inneren Wärme entzogen und nach Außen abgegeben. Bei der Wärmepumpenheizung wird die Wärme von einem äußeren Medium ins Innere des Gebäudes gepumpt.
Bauformen der Wärmepumpe
- Die Kompressions-Wärmepumpe nutzt den physikalischen Effekt der Verdampfungswärme. In ihr zirkuliert ein Kältemittel in einem Kreislauf, das angetrieben durch einen Kompressor, die Aggregatzustände flüssig und gasförmig abwechselnd annimmt.
- Die Absorptions-Wärmepumpe nutzt den physikalischen Effekt der Reaktionwärme bei Mischung zweier Flüssigkeiten bzw. Gase. Sie verfügt über einen Lösungsmittelkreis und einen Kältemittelkreis. Das Lösungsmittel wird im Kältemittel wiederholt gelöst bzw. ausgetrieben.
- Die Adsorptions-Wärmepumpe arbeitet mit einem festen Lösungsmittel, dem "Adsorbens", an dem das Kältemittel ad- bzw. desorbiert wird. Dem Prozess wird Wärme bei der Desorption zugeführt und bei der Adsorption entnommen. Da das Adsorbens nicht in einem Kreislauf umgewälzt werden kann, kann der Prozess nur diskontinuierlich ablaufen, indem zwischen Ad- und Desorption zyklisch gewechselt wird.
Theoretische Grenzen des Wirkungsgrades
Die Leistungszahl ε einer Wärmepumpe, die zu Heiz-Zwecken eingesetzt wird, gibt die abgegebene Heizleistung im Vergleich zur aufgewendeten elektrischen Antriebsleistung an. (Hierin wird noch nicht berücksichtigt, dass die elektrische Leistung unter Verlusten aus Primärenergie in Kraftwerken erzeugt werden muss..)
Eine Leistungszahl ε von 4 bedeutet, dass das Vierfache der eingesetzten elektrischen Leistung in nutzbare Wärmeleistung umgewandelt wird.
Die Leistungszahl ε aller Arten von Wärmepumpen ist begrenzt durch den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik:
Wegen der unterschiedlichen Definitionen der Leistungszahl ε gilt im Falle einer Kältemaschine (Kühlschrank):
Alle Temperaturen T müssen in der Einheit Kelvin eingesetzt werden.
Die Leistungszahl ε ist ein technischer Begriff, der die kostenlos zur Verfügung stehende Umweltwärme nicht berücksichtigt, sondern nur das Verhältnis der erhaltenen Wärmemenge zur investierten Arbeit beschreibt. Die Leistungszahl ε entspricht also dem Wirkungsgradverständnis eines Praktikers bzw. Ökonoms.
Streng physikalisch gedacht, muss man die kostenlose Umweltwärme als Aufwand mit in die Kalkulation einbeziehen, man erhält dann Wirkungsgrade kleiner 100%. Dies entspricht der physikalischen Sicht der Dinge, da man nicht aus dem Nichts Energie "erzeugen" kann und ein Wirkungsgrad nach dem Energieerhaltungssatz nie größer als 100% sein kann.
Einteilung der Wärmepumpe nach verschiedenen Kriterien
- Einteilung nach Art des Verfahrens:
- Kompression elektrisch / gasmotorisch
- Absorption
- Adsorption
- Peltier-Effekt
- Magnetokalorischer Effekt
Einteilung nach Art der Wärme bzw. Kälte-Quelle:
- Außenluft
- Innenluft
- Grundwasser (mit Schluckbrunnen)
- Oberflächenwasser
- Erdwärme
- Erdwärmesonde
- flächig verlegter Wärmetauscher
- thermisch aktivierte Fundamente
- Abwärme von industriellen Anlagen
Einteilung nach Art der Wärme bzw. Kälte-Nutzung:
- Kühlen
- Gefrieren
- Warmwasser
- Heizung
- mit Fußbodenheizung
- mit Heizkörpern / Radiatoren
(Quelle: wikipedia)
Holzheizung
Eine Holzheizung erzeugt Wärme durch Verbrennen von Holz.
Typen von Holzheizungskesseln:
Holzvergaserkessel
haben einen höheren Wirkungsgrad und niedrigere Emissionswerte als die Naturzugkessel, da ein geregeltes Gebläse für die richtige Luftzufuhr bei der Verbrennung sorgt. Der Holzvergaserkessel wird einmal beschickt (gefüllt) und brennt dann über mehrere Stunden aus. Ideal ist die Kombination mit einem größeren Warmwasserspeicher, da die erzeugte Wärme für einen längeren Zeitraum (mehrere Tage) gespeichert werden kann.
Mehrwert-Heizung
deckt mit nur einer regenerativen Heizquelle (36 cm Stückholz) den Energiebedarf im Haus. Im Zentralheizungsküchenherd wird beim Kochen/Backen/Braten gleichzeitig die Küche und mit dem gelenkten Rauchgas zusätzlich bis 2 Kachelöfen ohne Eigenfeuer beheizt. Zusätzlich wird wie im Holzvergaser der Zentralheizung-Pufferspeicher kostenlos erhitzt und extra hygienisches Frischwasser legionellenfrei für Küche und Bad geliefert.
Naturzugkessel
werden durch die mit einem Thermostat verbundene oder von Hand eingestellte Öffnung einer Klappe geregelt. Dadurch ist es zwar möglich, die Leistung zu regeln, es kommt jedoch zu unvollständiger Verbrennung und damit erhöhten CO-Emissionen.
Holzpelletkessel
bieten den Komfort der klassischen Öl- oder Gasheizung, weil der Betrieb automatisiert ist (Beschickung durch Förderschnecke, Entzündung durch Heißluft und Kesselreinigung durch Rütteln). Aufgrund des definierten Grades an Restfeuchte der Pellets und geregelter Verbrennung entstehen geringe Aschemengen. Moderne Pelletheizungen haben einen guten Wirkungsgrad und geringe Abgaswerte.
Hackschnitzelkessel
bieten ebenfalls den Komfort der klassischen Öl- oder Gasheizung, weil der Betrieb automatisiert ist (Beschickung durch Förderschnecke, Entzündung durch Heißluft und Kesselreinigung durch Rütteln). Aufgrund der geregelten Verbrennung (mittels Lambdasonde) entstehen geringe Aschemengen.
Exkurs zu Pelletkesseln:
Pelletheizung
Eine Pelletheizung verfeuert als Brennstoff kleine Presslinge aus unbehandelten Hobelspänen und Sägemehl, so genannte Holzpellets. Automatisch beschickte Heizkessel für Zentralheizungen werden meist durch eine elektrische Förderschnecke oder ein Saugsystem mit solchen Pellets versorgt.
Bauarten von Pelletheizungen
Einige Pelletheizungen können als Hybrid- oder Kombianlagen auch mit eigenem Stückholz beschickt werden. Allerdings werden diese Anlagen in Deutschland oft nicht gefördert, weil der Wirkungsgrad geringer ist. Förderfähig sind im Moment Anlagen mit einem Wirkungsgrad von mindestens 88 %.
Für die Bewertung der Gesamteffizienz ist der Jahresnutzungsgrad wichtiger als der Wirkungsgrad. Der Jahresnutzungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzter Brennstoffenergie und bereitgestellter Nutzwärme. Die Angabe des Jahres-Nutzungsgrads oder auch Norm-Nutzungsgrads berücksichtigt nicht nur die Verluste, die bei laufendem Brenner auftreten, sondern auch alle Verluste, die während des Brennerstillstands auftreten.
Der Wirkungsgrad beinhaltet nur die Verluste bei laufendem Brenner. In einem Jahr werden jedoch nur Brennerlaufzeiten von ca. 1800 Stunden erreicht, die restliche Zeit steht der Brenner. Eine Wirkungsgradeangabe ist stets nur eine Momentanaufnahme, die sich auf Leistungen bezieht. Der Nutzungsgrad betrachtet jedoch die energetische Effizienz über einen bestimmten Zeitraum, z. B. ein Jahr.
Technik
Holzpelletheizungen arbeiten mit unterschiedlichen Techniken der Beschickung: Heute aktuell sind zumeist die Unterschubfeuerung oder der Einsatz eines Walzenrostsystems.
- Bei der Unterschubfeuerung werden die Pellets mittels einer Förderschnecke von unten in eine Art Brennteller gedrückt, verbrennen dort und die übrig bleibende Asche fällt über den Tellerrand in den darunterliegenden Aschebehälter.
- Beim Walzenrostsystem hingegen fallen die Pellets von oben auf mehrere, sich langsam drehende Stahlscheiben mit geringem Zwischenraum. Ein Abstreifkamm reinigt je Umdrehung die Zwischenräume, so dass ebenfalls die Asche ungehindert nach unten durchfallen und Verbrennungsluft nach oben zugeführt werden kann.
Die heißen Verbrennungsgase werden danach über einen Wärmetauscher mit manueller oder automatischer Reinigung der Wirbulatoren in den Kamin geführt. Alle modernen Holzpelletheizungen sind mit einer Rückbrandsicherung ausgestattet, die einen Rückbrand in den Zubring-/Lagerbereich der Pellets unmöglich macht. Insgesamt sind moderne Pelletheizungen für einen sehr sicheren, nahezu vollautomatischen Betrieb ausgelegt, sodass lediglich noch regelmäßige Reinigungs- und Wartungsarbeiten im Abstand von Wochen oder Monaten notwendig sind.
Entwicklung
Die Pelletheizungen wurden vor allem in Österreich und Skandinavien entwickelt.
Dort gibt es bereits über 20 Jahre Erfahrungen mit dieser Heiztechnik. In Österreich liegt der Anteil von Pelletheizungen im Neubau nach Branchenberichten bei 35 %, 2003 waren insgesamt etwa 30.000 Pelletheizungen (Kleinanlagen) installiert.
Wirtschaftlichkeit und Betriebskosten
Ein Pelletofen mit Kessel kostet je nach Größe, Ausführung und Hersteller etwa zwischen 5.000 und 7.000 Euro, Komplettanlagen kommen auf Preise von 10.000 bis 12.000 Euro. Pelletheizanlagen sind damit in der Anschaffung teurer als herkömmliche Öl- oder Gasheizanlagen.
Für größere Anlagen zur Wärmeversorgung z.B. von Schulen, Schwimmbädern oder Wohnblöcken sind Hackschnitzel-Heizungen durch den geringeren Brennstoffpreis noch wirtschaftlicher.
In Deutschland wird die Anschaffung einer Pelletheizung mit bis zu 3.200 Euro bezuschusst: zur Zeit bundesweit mit 1.700 Euro (BAFA (http://www.bafa.de/1/de/aufgaben/energie.htm)), in Nordrhein-Westfalen (NRW) wird dieser Betrag je nach Größenordnung der Anlage von 1.500 Euro pro Anlage über 55 Euro pro kW auf bis zu 35 % der förderungsfähigen Ausgaben aufgestockt (Förderung nach der Richtlinie HAFö 2002 (http://www.ea-nrw.de/_database/_data/datainfopool/Hafoe.pdf)). Durch die Bundes- und NRW-Förderung sollen die Mehrkosten bei Installation der Anlage aufgefangen werden.
Brennstoffkosten
In Deutschland kosteten laut "Brennstoffspiegel" 09/2004 6.100 kg Pellets 1998 ca. 1.125 Euro, 2003 ca. 1.250 Euro und im Juli 2004 ca. 1.125 Euro. Damit war im Jahr 2003 der Preis für Pellets identisch mit dem Heizölpreis und ca. 30 % günstiger als Erdgas.
Auf Grundlage der österreichischen Preise Ende 2004 liegt die Heizkostenersparnis bei 30 bis 40 % im Vergleich zu Öl.
Zu beachten ist jedoch, dass sowohl Öl- als auch Gas-Brennwertgeräte höhere Jahres-Nutzungsgrade als viele Pelletheizungen aufweisen, d. h. die im Brennstoff enthaltene Energie wird bei modernen Öl- und Gas-Brennwertgeräten effektiver genutzt.
Bei der Anlieferung kann für das Einblasen der Pellets in den Tank eine so genannte Einblaspauschale erhoben werden. Daneben entfallen ähnliche Lieferkosten wie bei der Öllieferung; die Lieferung erfolgt meist per Silo-LKW derselben Bauart, wie sie für die Lieferung von Futterpellets in der Viehhaltung verwendet werden. Biomasseanlagen
(Anträge / Richtlinie) Höhe der Förderung
Automatisch beschickte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse (Pelletsanlagen)
Zuschüsse werden nur für Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von mindestens 8 und maximal 100 kW sowie einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 88 % gewährt. Der Zuschuss beträgt 60 Euro je kW errichteter installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 1.700 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %. Für Primäröfen ohne Wärmedämmung mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %, die konstruktionsbedingt auch Wärme an den Aufstellraum abgeben, beträgt der Zuschuss mindestens 1.000 Euro. Die Anlagen müssen mit einer Leistungs- und Feuerungsregelung sowie einer automatischen Zündung ausgestattet sein und bei Anlagen bis 50 kW ist erforderlich, dass es sich um eine Zentralheizungsanlage handelt.
Manuell beschickte Scheitholzvergaserkessel:
Zuschüsse werden nur für Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von mindestens 15 und maximal 100 kW sowie einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 88 % gewährt, sofern sie mit einer Leistungs- und Feuerungsregelung (Temperaturfühler hinter der Verbrennungskammer und/oder Lambdasonde zur Messung des O²-Gehaltes im Abgasrohr) ausgestattet sind und über einen Pufferspeicher mit einem Mindestvolumen von 55 l/kW verfügen. Der Zuschuss beträgt 50 Euro je kW errichteter installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 1.500 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %. Art der Förderung
Die Förderung erfolgt als Festbetragsfinanzierung durch nicht rückzahlbare Zuschüsse (Projektförderung). Antragsberechtigte
Privatpersonen, freiberuflich Tätige sowie kleine und mittlere gewerbliche Unternehmen nach der Definition der Europäischen Gemeinschaften (Amtsblatt der EU 2003 Nr. L 124/S. 36ff.) sowie Kommunen, Zweckverbände, sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts und eingetragene Vereine, die entweder Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstückes sind, auf dem die Anlage errichtet werden soll (Ausnahme: Kontraktoren).
Die Höhe der Fördermittel für öffentliche Antragsteller und Vereine sind auf 6,5 % der jährlich zur Verfügung stehenden Verpflichtungsermächtigungen begrenzt, so dass für diesen Bereich ein Windhundverfahren durchgeführt wird."
Generell nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, bei denen es sich nicht um kleine und mittlere Unternehmen nach der Definition der Europäischen Gemeinschaften handelt (250 oder mehr Mitarbeiter oder Jahresumsatz über 50 Mio. Euro und Bilanzsumme über 43 Mio. Euro oder Überschreitung dieser Werte bei Hinzurechnung der entsprechenden Daten – Mitarbeiter/Umsatz/Bilanzsumme – eines oder mehrerer anderer Unternehmen, das/die zu mindestens 25 % an dem betroffenen Unternehmen beteiligt ist/sind).
Umweltverträglichkeit
Pelletheizanlagen sind weitgehend umweltneutral. Die Menge an CO2, die bei der Verbrennung freigesetzt wird, entspricht genau der Menge CO2, die beim Wachstum des Holzes in diese eingebunden wurde. Sonstige Schadstoffe entstehen nur in sehr geringen Mengen. Inzwischen gibt es von mehreren Firmen Pelletheizkessel mit Brennwerttechnik, die die Energie besonders gut ausnutzen. Pelletheizungen lassen sich auch optimal mit Sonnenkollektoren kombinieren.
Bei Einberechnung der CO2-Freisetzung durch Waldbewirtschaftung, Rohholztransport, Aufbereitung, Pellettransport und nicht zuletzt der Anlagenerstellung ist die Bilanz sicher nicht ausgeglichen, dürfte aber unter der Freisetzung bei Verbrennung liegen - und auf jeden Fall günstiger als bei fossilen Energieträgern.
Heizholz ist zudem ein minderwertiges Koppelprodukt höherwertiger Holznutzungen, durch die gegenüber der natürlichen Zersetzung eine CO2-Senke entsteht. Diese dürfte - bei nicht zu großen Transportentfernungen - die durch die Waldbewirtschaftung verursachte CO2-Freisetzung mehr als auffangen.
Außerdem haben Holzpellets nach DIN plus oder ÖNORM M 7135 einen niedrigeren Schwefelgehalt vom max. 0,04 % als Heizöl extra leicht mit max 0,1 %.
Prognose
Zukünftig werden die Kosten für Energie eher steigen als fallen. Im Gegensatz dazu blieben die Kosten für Holzpellets in den letzten Jahren relativ stabil.
Zu einer weiteren Preiserhöhung für Öl und Erdgas wird langfristig auch die Endlichkeit der Vorkommen und Förderbarkeit beitragen, was den Preis dieser Rohstoffe nicht senken dürfte. Angesichts der Nutzungsdauer einer Heizungsanlage von ca. 20 Jahren ist dieser Effekt jedoch zu vernachlässigen, da sowohl Öl- als auch Gasvorkommen noch für Generationen reichen werden. Der immens steigende Rohstoff- und Energiebedarf seitens der wirtschaftlich stark aufstrebenden Länder wie zum Beispiel die Volksrepublik China und Indien sollte in die Prognose mit einfließen, da dieser die Preise weiter in die Höhe treiben wird.
(Quelle: wikipedia)
